Integriertes und nachhaltiges Mühlen- und Farmentwicklungsprojekt in Kenia

Eine nachhaltige und effiziente Landwirtschaft, die quantitative und qualitative Steigerung der Produktion von Klein- und Kleinstbauern, ein besserer Zugang zu Märkten, der Transport von Produkten aus dem ländlichen Raum zu den Marktzentren und eine krisenfeste Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln: Das sind die Herausforderungen in vielen afrikanischen Ländern mit hohem sozioökonomischem und gesellschaftspolitischem Einfluss.
ProLightAfrica und die Tochtergesellschaft ProLightKenya streben mit einem integrativen, nachhaltigen und krisenfesten Mühlen- und Farmentwicklungsprojekt einen wichtigen und gesellschaftlich relevanten Beitrag zur infrastrukturellen Entwicklung Kenias an. Das Konzept soll auch als Leuchtturmprojekt für andere (ost-)afrikanische Länder dienen.
Mit unserem autarken Mühlen- und integrierten Farmentwicklungs-Masterplan wollen wir zum einen eine krisenfeste Versorgung der Bevölkerung mit stabilen Lebensmitteln (Maismehl, Casavamehl) zu einem fairen Preis ermöglichen. Andererseits wollen wir mit dem Konzept eine Option für eine nachhaltige Entwicklung des landwirtschaftlichen Betriebes bieten.
Das Konzept ist modular aufgebaut. Je nach örtlichen Gegebenheiten können verschiedene Module kombiniert und an die Situation angepasst werden.

Visual Maize Fram Development Project PLK new2

In einem ersten Schritt wollen wir eine Produktionslinie für Bananenmehl aufbauen, um Bananenbauern bei der Vermarktung ihrer Produkte auf dem deutschen und europäischen Markt zu unterstützen. In Deutschland entwickelt sich ein neuer Markt für Bananenmehl. Besonders Bananenmehl ist glutenfrei, hat einen hohen Proteingehalt und ist daher für die Lebensmittelindustrie sehr interessant. Für den Start des Projekts haben wir auf die Produktion von zwei kleinen lokalen Mühlen zurückgegriffen (die Produktion von Bananenmehl ist in Kenia nicht üblich und daher ist diese Art der Vermarktung von Bananen für die lokalen Bauern sehr neu). In einem zweiten Schritt wollen wir eine eigene Produktionslinie aufbauen, basierend auf unserem Konzept einer autarken Mühle.
Dazu gehören nach unserem Konzept:

  • Aufbau und Betrieb einer Bananenmühle
  • angegliedert an ein Biogas-BHKW zur autarken Energieversorgung
  • Nutzung von Biogas und KWK-Wärme für den Trocknungsprozess von Bananen
  • eigener Fuhrpark mit geländegängigen LKWs, die in der Lage sind, ländliche Farmen anzufahren, um die Bananen zur Mühle zu transportieren. (farm-to-market-roads solution).
  • Einrichtung eines Schulungszentrums für lokale Bauern

Es ist angedacht, eine erste Bananenmehlproduktion in Meru (Mount Kenia) und Busia (Grenze zu Uganda) aufzubauen, mit der Option, ein grenzüberschreitendes Farmentwicklungsprogramm zwischen Kenia und Uganda zu betreiben.
Perspektivisch kann die Mühle zu einer kombinierten Mais-, Bananen- und Casavamühle ausgebaut werden, mit Kapazitäten zur Trocknung und Lagerung von Mais in großen Mengen.

Mit der Entwicklung und Umsetzung des Maismühlenkonzeptes betrachten wir die aktuelle Situation auf dem kenianischen Maismarkt. Eine Handvoll großer Maismühlen kartelliert den Mais- und Maismehlmarkt in Kenia. Daher diktieren sie die Produktionsbedingungen, Einkaufs- und Verkaufspreise. Zum Beispiel nimmt keine der acht großen Maismühlen nassen Mais von den Landwirten an, weil die Mühlen keine Möglichkeit zur Maistrocknung anbieten. Aus diesem Grund bleibt eine große Anzahl von Maisbauern auf ihrer Ware sitzen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Mais getrocknet zu bekommen. Im schlimmsten Fall müssen sie ihre Ernten aufgeben und vollständig vernichten (wie 2010 in Ostkenia geschehen).
Gerade in Zeiten der Krise treibt das Mühlenkartell die Maispreise in schwindelerregende Höhen, während sie sekundär von subventioniertem Importmais profitieren. Und der lokale Maisbauer bleibt auf seinem Mais sitzen, mehr als zuvor.

Durch den integrierten und autarken Ansatz erreichen wir nicht nur eine nachhaltige Farmentwicklung und eine stabile Lebensmittelversorgung der ansässigen Bevölkerung in Krisenzeiten. Wir halten uns auch die Option offen, Maismehl zu einem erschwinglichen und fairen Preis anzubieten, abgesehen von der Preisrallye, die von Spekulanten, Geschäftemachern und Schnäppchenjägern initiiert wurde. Dies wird auch das Image unseres Projekts und der beteiligten Parteien verbessern.

Wenn Sie dieses oder ein anderes Projekt unterstützen wollen, können Sie für dieses Projekt spenden, Fördermitglied werden oder als Sponsor oder Projektförderer mitarbeiten. Informieren Sie sich auch über geplante und abgeschlossene Projekte auf der Website unseres internationalen Hauptsitzes Project Lighthouse Africa. Für weitere Informationen können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.

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